Esperanto-Insulo in Haikou, China

Dossier: Esperanto & Volapük

Whereas languages like English or German grow naturally on trees (and on billions of state subsidies), Esperanto is a purely artificial product of culture, accompanied by a cosmopolitan, democratic and egalitarian ideology.
Volapük is an ancestor of Esperanto; it was invented in my native town Constance, Germany.

Jen vi trovas kelkajn artikolojn en germana lingvo pri Volapuko kaj Esperanto. Volapuko estas antaŭulo de Esperanto; ĝi naskiĝis en la sama vilaĝo kiel mi: Litzelstetten, apud Konstanz en Germanujo.

Esperanto ist eine internationale Sprache ohne Staat, Armee, Zwangsschulen. Obwohl sie im 19. Jahrhundert von einem polnischen Juden entwickelt wurde, hat sie sowohl Hitler als auch Stalin überlebt – allein das schon keine schlechte Leistung.
Volapük ist ein Vorläufer von Esperanto. Diese „Weltsprache“ wurde in Konstanz, Deutschland, erfunden.

  1. Nie wieder Missverständnisse. Konstruierte Plansprachen sollen einfach und neutral sein (Südwestpresse, 11.08.2012)
  2. Festo de naskiĝtago. Esperantoland feiert den 150. Geburtstag von Ludwig Zamenhof (d’Lëtzebuerger Land, 18.12.2009)
  3. Mit Dr. Hoffnung um die Welt. Esperanto und die Geschichte seiner Unterdrückung (Neue Zürcher Zeitung, 06.11.1999)
  4. Volapük lebt! (taz 26.11.1998)

About: Esperanto celebrated its 125 year jubilee in 2012. And 100 years ago the inventor of Volapük had died in Konstanz.
Pri: Artikolo pri 125 jara jubileo de Esperanto en 2012. Kaj datreveno de Volapük.
Published, Aperis: Südwestpresse, 11.08.2012

Nie wieder Missverständnisse

Konstruierte Plansprachen sollen einfach und neutral sein

Vor 100 Jahren starb in Konstanz der Erfinder von Volapük; vor 125 Jahren wurde das erste Lehrbuch für Esperanto veröffentlicht.

Schwäbisch konnte sich jenseits von Rhein und Neckar noch nicht recht durchsetzen. Im 19. Jahrhundert trat dagegen eine Sprache aus Baden-Württemberg an, die ganze Welt zu erobern. Bereits nach wenigen Jahren war der Traum allerdings schon wieder vorbei: Volapük verlor das Rennen gegen das Konkurrenzprojekt Esperanto – und beide wurden dann von Englisch abgehängt. Nun zeigt die Bayrische Staatsbibliothek eine Ausstellung zu Geschichte und Gegenwart der konstruierten Sprachen.

Volapük ist eine Verballhornung des englischen Worts „Worldspeak“. Ausgedacht hatte sich diese „Weltsprache“, die unparteiisch allen Menschen dienen sollte, der Konstanzer Pfarrer Johann Martin Schleyer. Die Grammatik folgte dem Altgriechischen, das damals noch oft gelehrt wurde; der Wortschatz orientierte sich vor allem an Englisch, Deutsch und Latein. Der Beginn des „Vater unser“ zum Beispiel lautet auf Volapük: „O Fat obas, el in süls!: paisaludomöz nem Ola!“

In Alberweiler bei Biberach traf sich 1882 der erste Volapük-Klub; als Vereinsheim diente ein Pfahlbau im Ölsee. Im Jahr darauf wurde in Ulm der Landesverband „Balid volapükaklub vürtembergik“ gegründet. Von dort aus verbreitete sich das „schleyerhafte“ Idiom rasend schnell. Was nützen denn Dampfschiffe und Telegrafen, wenn man sich mit den Leuten auf der anderen Erdseite nicht unterhalten kann? Um 1890 gab es weltweit rund 1 Million Volapükisten in gut 300 Vereinen, 25 Volapük-Zeitschriften, ja sogar eigene Lehrstühle, etwa an den Universitäten in München und Wien.

Während eines Kongresses in Paris zerstritt sich die Volapük-Bewegung aber heillos. Schleyers „Weltsprache-Zentralbüro“ in Konstanz verweigerte jede Vereinfachung, verschiedene Reformfraktionen veröffentlichten jeweils eigene Wörterbücher und Grammatiken – statt die Menschheit von Sprachbarrieren zu erlösen, endete Volapük im Chaos.

Da wurde der Volapük-Verein in Nürnberg auf eine andere Plansprache aufmerksam, die der Warschauer Augenarzt Lazar Zamenhof 1887 unter dem Pseudonym „Dr. Esperanto“ (der Hoffende) vorgestellt hatte: einfach, präzise, flexibel und vom Klang her ähnlich wie Italienisch. Die Nürnberger gründeten den ersten Esperanto-Klub der Welt. Schleyer hetzte bis zu seinem Tod im Jahr 1912 gegen die „Nachäffer“ und die „Pfuscher-Sprache des Pseudo-Esperanto“ – trotzdem war sein Volapük bald vergessen.

In Deutschland blühte Esperanto nach dem Ersten Weltkrieg: In mehr als 200 Städten wurde die „internationale Sprache“ an Schulen gelehrt, an Fachhochschulen paukten Eisenbahner, Postler und Polizisten. Versuche, Esperanto bei internationalen Organisationen einzuführen, scheiterten jedoch am Widerstand Frankreichs. Dann ermordeten deutsche Nazis und sowjetische Stalinisten viele Esperantisten.

Heute ist Esperanto vor allem dort beliebt, wo man Englisch nicht so mag: in China, Brasilien, Frankreich. Oft spiegeln Esperanto-Veranstaltungen die Weltbevölkerung: viele junge Asiaten, dazwischen ein paar grauhaarige Europäer. In Bayern und Baden-Württemberg sind derzeit 21 Gruppen aktiv, darunter eine gemeinsame in Ulm und Neu-Ulm. „Die meisten lernen Esperanto jetzt aber im Internet und haben keine Lust auf Vereinsmeierei“, sagt Irmtraud Bengsch, eine Mitbegründerin des baden-württembergischen Esperanto-Verbands. „Überhaupt wird unsere Sprache kaum noch als Religion betrieben. Esperanto ist einfach ein Medium, interessante Leute aus aller Welt kennenzulernen.“

Martin Ebner

Infos (last update: 28.04.2014):
„Zwischen Utopie und Wirklichkeit. Konstruierte Sprachen für die globalisierte Welt“ ist nun eine virtuelle Ausstellung der Bayrischen Staatsbibliothek in München: www.bsb-muenchen.de/veranstaltungenhtml/ausstellungenhtml/virtuelle-ausstellung-konstruierte-sprachen/

Internet sei Dank! Noch nie war es so einfach, Klingonisch oder eine andere der bislang über 1.000 Plansprachen zu lernen. Wer sich zum Beispiel in den Frequentativ und die übrigen grammatikalischen Feinheiten der Schleyer-Sprache vertiefen will, wird bei der Internationalen Gesellschaft der Volapük-Freunde fündig (sollte dazu allerdings Englisch können): www.volapuk.evertype.com Wirklich lebendig ist aber nur Esperanto. Der beste Einstieg dafür sind die Informationen des Esperanto-Weltbundes UEA: www.esperanto.net

Anhänger traditionellen Schulunterrichts haben Pech: In Deutschland ist Esperanto nur als Wahlfach zugelassen. Wer Esperanto an einer Universität studieren will, muss nach Ungarn, Südkorea oder China. Immerhin bieten hierzulande einzelne Volkshochschulen Kurse an – zum Beispiel in Herrenberg, Kaufbeuren und Buchloe. Der baden-württembergische Esperanto-Verband ist hier zu finden: www.esperanto-bw.de

Von Hans-Dieter Kuhn ist im Hartung-Gorre Verlag das Buch „Die Plansprachen Volapük und Esperanto in Konstanz“ erschienen: www.hartung-gorre.de/Esperanto_Volapuek.htm

Pfarrhaus in Konstanz-Litzelstetten: Erinnerung an Johann Martin Schleyer, den Erfinder der Weltsprache Volapük
Pfarrhaus in Konstanz-Litzelstetten: Erinnerung an Johann Martin Schleyer, den Erfinder der Weltsprache Volapük

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About: 150. birthday of L. Zamenhof, inventor of Esperanto
Pri: Naskiĝtago de Zamenhof, kreinto de Esperanto
Published, Aperis: d’Lëtzebuerger Land, 18.12.2009

Festo de naskiĝtago

Esperantoland feiert den 150. Geburtstag von Ludwig Zamenhof

Dafür, dass Esperanto oft als längst gescheiterter Traum abgetan wird, ist die Weltsprache erstaunlich fit: Fast in jedem Land hat sie zumindest ein paar Anhänger, unverdrossen sendet Radio Peking wie auch Radio Vatican in diesem Idiom, ständig erscheinen neue Bücher und Zeitschriften auf Esperanto, von Internetseiten ganz zu schweigen, und wer will, findet jeden Tag rund um die Welt Kongresse, Seminare oder Treffen. Esperantisten sind ein zäher Menschenschlag, und das fing schon mit dem allerersten an.

Ludwig Lejzer Zamenhof, am 15. Dezember 1859 in Bialystok geboren, litt unter den Konflikten in seiner Heimatstadt: Russen gegen Polen, Litauer gegen Deutsche und alle zusammen gegen die Juden. „Die Unterschiedlichkeit der Sprache ist der Hauptgrund, der die Menschheit entzweit“, fand er. Zur Abhilfe entwickelte er nichts weniger als eine eigene „neutrale Sprache, die keiner der heutigen Nationen gehört“. Im Jahr 1878 stellte er die Grundzüge seinen Mitschülern am Gymnasium vor. Danach feilte Zamenhof weiter an der Grammatik, das heißt, er warf alle „unnötigen Formen“, die ihn bei Latein und Altgriechisch störten, einfach weg. Seine Kombination von Wortstämmen verschiedener europäischer Sprachen sollte für alle Menschen leicht zu lernen sein.

Unter dem Pseudonym „Esperanto“ (der Hoffende) präsentierte Zamenhof 1887 die „Internationale Sprache“ der Welt. Für die im Selbstverlag auf Russisch, Polnisch, Französisch und Deutsch herausgegebene Broschüre ging sein ganzes Geld drauf – genauer gesagt, das Geld seiner Frau Klara, denn er selbst hatte als bettelarmer Augenarzt nie welches gehabt. Der meist als unscheinbares, schüchternes Männchen beschriebene Zamenhof hatte aber nicht nur einen eisernen Willen, sondern auch missionarische Fähigkeiten: Gesponsert von seinem Schwiegervater warb er weiter für seine Völkerverständigung. Um die Ausgereiftheit von Esperanto zu beweisen, übersetzte Zamenhof zum Beispiel das Neue Testament.

Als einzige von bislang über 1.000 Kunstsprachen gelangte Esperanto über die Schreibtische von Linguisten hinaus ins wirkliche Leben. Bei ihrem ersten Weltkongress entdeckten 1905 in Boulogne-sur-Mer fast 700 Esperantisten aus über 20 Ländern, dass Esperanto tatsächlich funktioniert. Der Erste Weltkrieg beerdigte den Aufschwung: Deutsche missbrauchten die Weltsprache für Propaganda, polnische Esperantisten hetzten gegen Juden, und Zamenhofs Vorschlag einer „neutralen“ Religion für alle Menschen wurde gar nicht erst zur Kenntnis genommen. Am 14. April 1917 starb Zamenhof tief enttäuscht in Warschau, das gerade von deutschen Truppen belagert wurde. Noch schlimmer kam es im Zweiten Weltkrieg: Sowjetische Stalinisten erschossen alle Esperantisten, die sie trafen; die deutschen Nazis verboten Esperanto zwar nicht, brachten aber ebenfalls viele Esperantisten um – darunter die drei Kinder von Zamenhof.

Mittlerweile hat sich Esperantujo, das Paralleluniversum der Esperantisten, von den Desastern des letzten Jahrhunderts leidlich erholt. Wie viele Einwohner es nun hat, ist schwer zu sagen. Bei Wikipedia erreicht Esperanto derzeit mit über 120.000 Artikeln Rang 21 der Sprachen, die Leserzahl reicht für Platz 33, also irgendwo zwischen Griechisch und Litauisch. Zum 94. Esperanto-Weltkongress kamen diesen Sommer rund 2.000 Teilnehmer zu Ehren Zamenhofs nach Bialystok. Leicht findet zu Esperanto, wer an internationalen Kontakten interessiert ist, aber die englische Sprache nicht mag, wie zum Beispiel viele Brasilianer, oder die USA nicht mögen darf, etwa Iraner. Den größten Zuwachs hat die Bewegung in China, wo seit den 1990er Jahren immerhin 18 Universitäten Esperantokurse anbieten. Anerkannte Studienabschlüsse kann man auf Esperanto allerdings nur in Budapest und Amsterdam machen.

Wie andere Vereine verzeichnen auch viele Esperanto-Klubs „Überalterung“ und Mitgliederschwund. Zum Beispiel löste sich gerade die Sozialistische Esperanto-Liga Österreichs auf. Andererseits ging diesen Sommer „Pasporta Servo“ online und verzeichnet regen Zuspruch: Von Island bis Neuseeland lassen über 1200 Esperantisten gleichgesinnte „samideanoj“ gratis bei sich übernachten. Bei den Europawahlen erreichte die neue Liste „Europa-Demokratie-Esperanto“ einen Achtungserfolg: In Deutschland bekam sie mit dem Spitzenkandidaten Reinhard Selten, einem Wirtschafts-Nobelpreisträger, fast 12.000 Stimmen; in Frankreich gewann sie mit dem Schlachtruf „Nein zur Selektion durch das Englische!“ über 29.000 Wähler. Unter Esperantisten ist allerdings umstritten, ob man sich wirklich an die unpopuläre Europäische Union hängen soll.

Während internationale Organisationen und Regierungen von Esperanto nicht viel wissen wollen, entdecken abgelegene Orte darin ein preiswertes Mittel, weltweit bekannt zu werden. So bietet Aalen der Deutschen Esperanto-Bibliothek Unterschlupf, Herzberg am Harz hat sich zur „Esperanto-Stadt“ erklärt, und Svitavy in Tschechien leistet sich ein neues Zamenhof-Museum. Eine Verbesserung ihrer Finanzen sollten sich Stadtkämmerer davon allerdings nicht erwarten. Bei der Vorbereitung des Zamenhof-Jubiläums, das Polen und Deutsche vom 18. bis 20. Dezember gemeinsam im neuen Esperanto-Zentrum in Berlin feiern wollen, erläuterte Aleksander Sosna, Bürgermeister in Bialystok: „Willst Du Geschäfte machen, sprich Englisch, willst Du Freundschaft schließen, lerne Esperanto!“

Zamenhof-Büste im Esperanto-Museum in Svitavy, Tschechien
Zamenhof-Büste im Esperanto-Museum in Svitavy, Tschechien

Cu vi parolas Esperante?

Im Vergleich zu anderen Sprachen ist die Grammatik von Esperanto einfach: 16 Grundregeln, keine Ausnahmen oder Unregelmäßigkeiten. Alles wird so ausgesprochen wie geschrieben, wobei immer die vorletzte Silbe betont wird. Esperanto ist ein Baukasten-System aus Wortstämmen plus Endbuchstaben. Zum Beispiel zeigt „o“ ein Substantiv an: amo – die Liebe. Das Adjektiv dazu ist ama, das Adverb ame. Für Plural wird ein „j“ angehängt. Endet das Wort mit „i“, ist es ein Verb im Infinitiv: ami – lieben. Es gibt nur drei Zeiten, die Endungen sind über alle Personen gleich: mi amas – ich liebe, mi amis – ich habe geliebt, mi amos – ich werde lieben. Der Akkusativ wird durch „n“ markiert: mi amas vin – ich liebe dich. Ansonsten gibt es keine Fälle. Der bestimmte Artikel ist immer „la“. Durch das Anhängen oder Einbauen von Silben mit feststehenden Bedeutungen können die Wörter jeweils modifiziert werden. Zum Beispiel vergrößert „eg“, während „et“ alles kleiner macht: amego – die Riesenliebe, ameto – die nicht so große Liebe. Die Vorsilbe „mal“ wiederum verkehrt alles ins Gegenteil. Was sagt man also, wenn einem die Esperanto-Akzente auf den Keks gehen? Mi malamegas akcentojn. Weiterlernen: www.lernu.net

Martin Ebner

Esperanto-Wandbild in Bialystok
Wandbild in Bialystok, Polen. An dieser Stelle stand das Geburtshaus von Zamenhof.

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About: History and presence of Esperanto. Mainly history. 
Pri: Historio kaj nuntempo de Esperanto. Precipe historio.
Published, Aperis: Neue Zürcher Zeitung, 06.11.1999

Mit Dr. Hoffnung um die Welt

Esperanto und die Geschichte seiner Unterdrückung

Esperanto ist einfach und bevorzugt niemanden. Warum also plagen uns immer noch schlechte Übersetzungen, Missverständnisse und Sprachenstreit in internationalen Organisationen? Wenn die UNESCO-Schätzung von 3 Millionen Esperantisten rund um den Globus stimmt, käme Esperanto in der Sprachen-Hitparade auf Rang 40 – aber was ist das im Vergleich zum Englischen? Warum ist Esperanto keine Weltsprache? Die Antwort ist einfach: Gerade weil es unkompliziert und keine Staatssprache ist, wurde es immer schon bekämpft und behindert.

Dabei meinte es der Erfinder dieser „neutral-menschlichen Sprache“ nur gut. Im letzten Jahrhundert litt der jüdische Augenarzt Lazar Zamenhof im – damals russischen – Bialystok unter dem Hass zwischen Juden, Polen, Russen und Deutschen und empfand „das schwere Unglück der Sprachenvielfalt“. Zamenhof präsentierte am 26. Juli 1887 unter dem Pseudonym „Dr. Esperanto“ („der Hoffende“) das Projekt einer „Lingvo Internacia“, einer  „internationalen Sprache“. Die Zensur in Warschau hatte das „harmlose Kuriosum“ genehmigt – überlegte es sich aber schnell anders. Die Plansprache fand nämlich wider Erwarten rasch Anhänger, zuerst bei verfolgten Minderheiten wie den Juden.

Zamenhof konnte bald ein Verzeichnis von 1.000 Esperantisten herausgeben. Zu viele potentielle Revolutionäre, fanden die russischen Behörden – und verboten Esperanto-Veröffentlichungen. Die Einfuhr von Publikationen blieb zunächst gestattet. Als aber die seit 1889 in Nürnberg erscheinende Zeitschrift „La Esperantisto“ einen Artikel von Tolstoj veröffentlichte, wurde auch sie verboten. Die erste Esperanto-Zeitung der Welt musste eingestellt werden, da drei Viertel ihrer 600 Abonnenten im Russischen Reich wohnten.

Trotzdem machte die Sprache Fortschritte. 1905 trafen sich in Boulogne-sur-Mer  688 Esperantisten aus 30 Ländern zu ihrem ersten Weltkongress und stellten begeistert fest: Esperanto klingt ähnlich schön wie Italienisch; Übersetzungen von Werken wie Shakespeares Hamlet oder Goethes Erlkönig sind tadellos. Einwände, ein bewusst konstruiertes Idiom sei keine „richtige“ Sprache, waren damit widerlegt. In vielen Ländern gründeten Esperantisten Vereine, in der Schweiz zum Beispiel bereits 1905 die Esperanto-Gesellschaft Zürich.

Während sich in Frankreich einflussreiche Generäle und Wissenschaftler stark machten und der Verlag Hachette Lehrbücher für ein breites Publikum herausbrachte, wurde in Deutschland der neue „Deutsche Esperanto-Bund“ heftig angefeindet, Esperanto-Unterricht als „kulturzerstörerisch“ abgelehnt: „Der Deutsche, der Esperanto spricht, wird von seinem Volkstum gelockert.“ Nur kleine „Natiönchen“ würden von Esperanto profitieren, denn „es würde sie mit einem Schlag geschäftlich den Vertretern der heutigen grossen Welthandelssprachen gleichstellen“. Die Deutschnationalen wüteten: Esperanto sei so verwerflich wie „die Friedensgesellschaften, die Frauenrechtlerinnen, kurz alle Mischmaschler“.

Trotzdem nahm die Zahl der Esperantisten zu. Ihre Bewegung überlebte 1907 die Abspaltung von „Reformern“, die mit dem –  heute vergessenen – Ido eine eigene Sprache entwickelten. Ein Jahr später gründete Hector Hodler, der Sohn des Malers Ferdinand Hodler, den Esperanto-Weltbund „Universala Esperanto-Asocio“ (UEA), dem bis 1914 über 7.000 Mitglieder beitraten.

Anders als die „neutrale“ UEA sahen Pazifisten, Sozialisten und Anarchisten in Esperanto ein Mittel für den politischen Kampf. Sie gründeten eigene Vereine. 1906 gab es in Genf ein erstes Treffen „roter Esperantisten“. In der Folge wurden auch unpolitische Anhänger der neuen Sprache als „links“ verfolgt. In Ungarn fand die Polizei, es gehe nicht an, dass Arbeiter eine Sprache lernten, die von den Arbeitgebern nicht verstanden werde. Dass Arbeiter ohne langes Studium unbeaufsichtigt mit Ausländern Kontakt aufnehmen könnten, stiess jedoch auch bei den Arbeiterparteien auf Skepsis. Die deutsche SPD-Führung zum Beispiel untersagte ihrer Parteizeitung „Vorwärts“, über Esperanto zu berichten: Diese „bürgerliche Torheit“ lenke bloss vom Klassenkampf ab.

Der Erste Weltkrieg war ein schwerer Rückschlag: Post- und Reiseverkehr brachen zusammen; Zamenhof musste vor seinem Tod 1917 erleben, wie Esperantisten Kriegspropaganda machten. Immerhin widerstand die UEA der nationalistischen Welle und organisierte von Genf aus über ihr Delegiertennetz Hilfsaktionen. Nach dem Krieg hofften die Esperantisten auf den Völkerbund. Dessen stellvertretenden Generalsekretär, den Japaner Inzo Nitobe, beeindruckte der 13. UEA-Weltkongress: „Während die Reichen und Gebildeten sich an Literatur und wissenschaftlichen Abhandlungen im Original erfreuen, benutzen die Armen Esperanto als Lingua franca. Esperanto wird auf diese Weise ein Motor internationaler Demokratie und starker Zusammengehörigkeit.“

1920 forderten Belgien, Italien, Chile, China, Südafrika und 5 andere Staaten, Esperanto an den Schulen zu fördern. Frankreich sah nun die internationale Stellung des Französischen bedroht – es verbot Esperantisten die Einreise und den Gebrauch ihrer Sprache bei offiziellen Veranstaltungen. Der französische Unterrichtsminister Léon Bérard untersagte, Schulräume für Esperanto zu öffnen: „Das Französische wird immer die Sprache der Zivilisation sein und der Expansion französischen Denkens dienen.“

Auch der bulgarische Erziehungsminister löste alle Schülerklubs auf: „Da Esperanto eine leichte Sprache ist, würden sich die Schüler an das Leichte gewöhnen und den Willen verlieren, schwierigere Dinge zu lernen; da Esperanto international ist, würden sie am Internationalismus Gefallen finden und die nationale Sprache und Kultur zu verachten beginnen; schliesslich steht die Esperanto-Bewegung unter dem Verdacht, dass sich hinter ihr Bolschewisten und Anarchisten verbergen.“

In der „Kommission für geistige Zusammenarbeit“ des Völkerbunds befanden elitäre Intellektuelle, die „Volksmassen“ hätten gar keinen Bedarf an internationaler Verständigung: Sie träten über ihre „Führer“ in Kontakt. Ausserdem bedrohe Esperanto die Arbeitsplätze von vielen Dolmetschern und Lehrern. Vor allem der Schweizer Professor Gonzague de Reynold kämpfte im Völkerbund gegen den „internationalistischen und revolutionären Mystizismus“, der sich hinter Esperanto verberge.

Die Weltwirtschaftskrise beendete dann die erste Globalisierung. In Deutschland hetzten die Nazis gegen die „hemmungslos pazifistische Einheitssprache für alle Rassen“. Nach ihrer Machtergreifung schalteten sie zuerst die Esperantoverbände der Kommunisten und Sozialdemokraten aus, warfen viele ihrer 6.000 Mitglieder ins KZ. Der „bürgerliche“ Deutsche-Esperanto-Bund biederte sich mit dem Ausschluss von „Nichtariern“ und der Verbreitung von Hitler-Reden an – 1936 musste er sich trotzdem „freiwillig“ auflösen. Der eigenwillige Versuch eines SA-Scharführers, eine völkisch-deutsche Esperanto-Bewegung zu gründen, endete kläglich. Obwohl Radiosendungen und Schulunterricht untersagt wurden und trotz aller Gestapo-Schikanen wurde die „Sprache des Weltjudentums“ (A.Hitler) aber in Deutschland für den Privatverkehr nie offiziell verboten.

Als 1938 der Schweizer Journalist Hans Unger in Berlin nach einem Treffen mit Esperantisten verhaftet wurde, erläuterte ihm Führerstellvertreter Rudolf Hess persönlich, dass für das deutsch beherrschte Europa der Zukunft ein vereinfachtes Deutsch geplant werde und es folglich keinen Bedarf für Esperanto gebe. In Osteuropa, wo alle Juden und Intellektuellen ausgerottet werden sollten, hatten Esperantisten kaum Überlebenschancen. Die Familie Zamenhof gehörte zu den ersten Opfern. In Westeuropa war die Verfolgung nicht so grausam – aber die Esperanto-Organisationen wurden aufgelöst, das Internationale Esperanto-Museum in Wien geschlossen.

Andere rechte Regime liessen sich von den Nazis inspirieren. In Spanien kämpfte Franco gegen „Sekten, Freimaurer und Esperantisten“. Erst ab 1951 erlaubte der Generalissimus wieder Kurse. In Portugal löste Salazar 1936 alle Esperanto-Gruppen auf. Das Verbot galt bis 1972.

Hoffnungsvoller sah die Zukunft des Esperanto als „Sprache des Weltproletariats“ aus: 1917 freuten sich die sowjetischen Esperantisten über das Ende der zaristischen Polizei und veröffentlichten Briefe von Esperantisten aus aller Welt in der Sowjet-Presse. Die „Posto USSR“ druckte 1925 die erste Briefmarke mit Esperanto-Text. Lew Kopelew, der 1926 Esperanto lernte, erinnert sich an die Korrespondenz seines Lehrers: „Mir stockte das Herz beim Anblick der Umschläge mit Briefmarken aus Australien, Japan, den USA, Argentiniens… Die Zukunft erschien mir klar: Die Menschen aller Länder würden einander verstehen.“

Schnell erkannte das kommunistische Regime jedoch: „Individuelle Korrespondenz ist sehr schwer kalkulierbar“; ausländische Esperantisten stellen lästige Fragen und die heimischen „verbreiten lügnerische Berichte über angebliche Krisen in der Sowjetunion, über eine angeblich grausame Behandlung politischer Gefangener“.

Zunächst mussten die Esperantisten Vordrucke „Die Wahrheit über die Sowjetunion“ ihren Briefen beilegen. 1937 wurde beschlossen, die „kosmopolitische Sprache“ zu vernichten. Der Schauspieler Nikolaj Rytjkow  zum Beispiel wurde angeklagt: „Sie sind Mitglied einer
internationalen Spionageorganisation, die sich als ‚Vereinigung sowjetischer Esperantisten‘ in der UdSSR verborgen hat“. Das Urteil: 8 Jahre Lager, danach „ewig“ Sibirien. Stalin hatte Briefmarkensammler und Esperantisten auf die Liste „antisowjetischer Elemente“ gesetzt. Auch die Satellitenstaaten wurden auf Linie gebracht: Die DDR zum Beispiel verbot Esperanto 1949.

Erst nach Stalins Tod wurde Esperanto im Osten wieder geduldet. Die Sowjets protestierten nicht, als 1954 die UNESCO der UEA Berater-Status einräumte. Die DDR hob 1961 ihr Verbot auf. Sowjetische Esperantisten durften wieder den jährlichen Weltkongress der UEA besuchen. Als eine der raren Möglichkeiten für Auslandskontakte wurde Esperanto sogar recht populär. 1980 gaben in China 400.000 Menschen an, Esperanto zu sprechen.

Trotz des Triumphes des Englischen, hält sich Esperanto heute tapfer. „In der Schweiz leben etwa 10.000 Personen, die einen Esperanto-Anfängerkurs absolviert haben oder sich mit Kursmaterial für das Selbststudium eingedeckt haben“, sagt Dietrich Weidmann von der Zürcher Esperanto-Gesellschaft. Rund 1.000 von ihnen sind in der Schweizer Esperanto-Gesellschaft oder einem der 9 lokalen Vereine organisiert. In La Chaux-de-Fonds gibt es ein Esperanto-Kulturzentrum, samt Archiv und Bibliothek.

In einigen Ländern wird Esperanto als reguläres Schulfach angeboten; in Ungarn kann man „Esperantologie“ auch studieren. Wer will, kann sogar seine Doktorarbeit auf Esperanto schreiben – in der „Internationalen Akademie der Wissenschaften“, die 1985 in San Marino von 500 Wissenschaftlern gegründet wurde. 1993 wurde Esperanto vom Internationalen PEN-Club anerkannt, da mindestens 20 Autoren in der Sprache schreiben. Mit Bill Auld wurde letztes Jahr erstmals ein Esperantist für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Und selbst, wenn das Angelsächsische siegt, ist noch nicht aller Tage Abend: Auf Hawai werden Kinder mit Esperanto auf den Englischunterricht vorbereitet. Auch in der Schweiz waren schon Schulversuche mit Esperanto als „Hilfsfremdsprache“ erfolgreich.

Die Esperantisten blicken daher optimistisch in die Zukunft. Die Sänger der Hiphop-Band „Freundeskreis“, die diesen Sommer mit der CD „Esperanto“ in die Charts kam, versichern jedenfalls:  „Esperanto ist die Sprache der Liebe, die nach und nach alle sprechen werden. Das ist erst der Anfang. Wir glauben an Esperanto.“

Martin Ebner

Bücher (last update: 04.05.2014):

  • Ulrich Lins: „Die gefährliche Sprache. Die Verfolgung der Esperantisten unter Hitler und Stalin“, Bleicher Verlag, Gerlingen 1988
  • Marcus Sikosek: „Die neutrale Sprache. Eine politische Geschichte des Esperanto-Weltbundes“, Skonpres, Bydgoszcz (Esperanto-Ausgabe: Ziko van Dijk: Historio de UEA, Espero, Partizanske 2012)
  • Aleksander Korĵenkov: Historio de Esperanto, Sezonoj, Kaliningrad 2005
Erstes Esperanto-Buch von Zamenhof
Das Buch Nr. 1 (gesehen im Esperantomuseum in Wien, Österreich)

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About: Volapük has still some fans

Pri: Volapuko havas ankoraŭ adeptojn
Published, Aperis: taz – die tageszeitung, 26.11.1998

Volapük lebt!

Schleyerhaft: die Weltsprache des Pfarrers Johann Martin Schleyer hat immer noch Anhänger.

„Sollte sich irgendwo ein Unterrichtsminister finden, Volapük in den Schulen einzuführen, so proklamiere ich für die gesamte Schuljugend dieses Staates das Recht auf Revolution!“ wetterte der Sprachphilosoph Fritz Mauthner im Jahr 1906. Der überzeugte Feind aller Kunstsprachen hätte sich die Aufregung sparen können: Schon kurze Zeit später war nämlich die „Weltsprache“, die der Pfarrer Johann Martin Schleyer aus Lauda 1879 in Konstanz „zum Wohle der zerklüfteten Menschheit“ erfunden hatte, weitgehend vergessen.

Dabei hatte es nicht schlecht angefangen: Am Ende des letzten Jahrhunderts gab es weltweit rund 300 Volapük-Gesellschaften, 1600 Personen erwarben ein „Volapük-Diplom“ und bis zu eine Million Menschen hatten Grundkenntnisse der „Universalsprache für alle gebildeten Erdbewohner“. Mehr als 1000 Bücher und 50 Zeitschriften erschienen in dem von den Zeitgenossen als „schleyerhaft“ verspotteten Idiom. In Friedrichshafen, München und Paris wurden internationale Volapük-Kongresse veranstaltet.

Dann aber zerstritten sich die „Volapükisten“. Halsstarrig lehnte Schleyer alle Reformvorschläge zur Verbesserung seiner Sprache ab. Die meisten seiner ursprünglichen Anhänger liefen deshalb zu anderen Kunstsprachen über – meist zu Esperanto. Volapük wurde so schon vor Schleyers Tod im Jahr 1912 zu einer Sprache, die zwar einige hunderttausend verschiedene Verbformen hatte – aber nur ganz wenige Sprecher.

In den 20er und 30er Jahren hatte Volapük noch einmal ein kurzes Revival. Der holländische Militärarzt Arie de Jong veröffentlichte ein umfangreiches Wörterbuch „Deutsch-Volapük“ und reformierte die Sprache. Beispielsweise führte de Jong das „R“ in das Volapük-Alphabet ein. Schleyer hatte auf das „R“ verzichtet, weil er den Chinesen helfen wollte – deshalb machte er zum Beispiel aus „Bruder“ das Wort „Blod“. Dummerweise stellte sich heraus, daß die Chinesen sehr wohl ein „R“ sprechen können – während die Japaner ausgerechnet mit dem „L“ Probleme haben.

Langfristig halfen aber auch de Jongs Verbesserungen nicht weiter. In Nazideutschland wurde Volapük (wie auch Esperanto) kurzerhand verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen zwar noch einige Volapük-Zeitschriften, die Kunstsprache kam aber nie mehr so richtig in Mode.

In Konstanz erinnern heute an Johann Martin Schleyer nur noch eine Straße, zwei Gedenktafeln an seinen ehemaligen Wohnhäusern und ein „Volapük-Cafe“. Die meisten  Schleyer-Souvenirs wurden dem Schleyer-Gymnasium und dem Museum in Lauda übergeben. Die Bibliothek des Spracherfinders wurde von seinem Großneffen, dem Arbeitgeberpräsidenten Hans Martin Schleyer († 1977) aufgekauft – sie befindet sich jetzt im Besitz der Familie Schleyer in Stuttgart.

Anderswo aber gibt es tatsächlich noch „Volapükisten“, die Schleyers Sprache pflegen. „Ich selbst kenne rund 30 davon“, berichtet der französische Sprachforscher André Cherpillod, der 1993 eine neue Volapük-Grammatik veröffentlicht hat. „Das sind nicht unbedingt alte Leute. Ich selbst bin zwar schon 65, die drei anderen Volapükisten in Frankreich zum Beispiel sind aber zwischen 30 und 50 Jahre alt.“

Als „Fokus für die Volapük-Forschung und als Verbindungsstelle für Volapük-Sprecher“ wurde in England 1979 zur Hundertjahrfeier der Sprache sogar ein „Volapük-Zentrum“ mit einer Bibliothek eingerichtet. „Wir haben keine richtige Mitgliedschaft, sondern sind eine lose Vereinigung von Menschen, die auf Volapük korrespondieren und seine Kultur bewahren wollen“, erklärt Brian R. Bishop der Direktor des Zentrums und siebte „Cifal Volapükamufa“ („Präsident der Volapük-Bewegung“).

Ebenfalls in England gibt es die Gruppe „Internationale Freunde der Weltsprache“. Sie gibt nicht nur Wörterbücher „English-Volapük“ heraus, sondern auch jeden Monat den „Sirkülapenäd“ („Rundbrief“) mit mehr oder weniger aktuellen Texten. In der letzten Dezember-Ausgabe fand sich zum Beispiel der Text von „Neit Stilik“ („Stille Nacht“).

„Im Jahr kommen wir auf rund 100 Sirkülapenäd-Seiten“, sagt Herausgeber Ralph Midgley. „Diese Publikation ist ganz auf Volapük geschrieben. Man muß die Sprache ausreichend beherrschen, um sie lesen zu können. Deshalb bieten wir einen Volapük-Schnellkurs mit zehn Lektionen an. Den Schülern schicke ich eine Lektion, sie machen die Übungen, schicken sie zu mir zurück, ich korrigiere sie und schicke die nächste Lektion. Dieses System ist gut und bequem.“

Noch einfacher ist es, sich die Volapük-Seiten im Internet anzusehen. Es ist zwar recht mühsam, die vielen Umlaute des Volapük (ä,ö,ü) den englisch-sprachigen Computerprogrammen beizubringen – der Brite Thomas Leigh macht sich trotzdem die Arbeit und veröffentlicht den Volapük-Schnellkurs im Cyberspace. „Die erste internationale Sprache, die wirklich funktioniert hat, hat einen Platz im Internet verdient“, findet Leigh.

Das meint auch der Berliner Student Sebastian Hartwig. Er hängt an seine Homepage den „Sirkülapenäd“ an. „Inzwischen habe ich übers Internet eine Handvoll Volapükisten gefunden. Die meisten  beschäftigen sich aus geschichtlichem Interesse mit dieser Sprache“, erzählt Hartwig. „Daß das Internet einen Volapük-Boom bringt, glaube ich nicht. Aber Spaß macht’s trotzdem.“

Martin Ebner

Grundwortschatz Volapük:
Glidis! – Hallo!
Binol jönik! – Du bist wunderschön!
Löfob oli! – Ich liebe dich!
Seilolötz! – Halt’s Maul!

Link (last update: 28.04.2014):
Internationale Gesellschaft der Volapük-Freunde: www.volapuk.evertype.com

Gedenktafel für Martin Schleyer
Gedenktafel in Konstanz für Johann Martin Schleyer, den Erfinder der „Weltsprache“ Volapük


Foto: Esperanto University in Haikou, China; Universitato de Esperanto en Haikou, Ĉinujo; Esperanto-Universität in Haikou, Insel Hainan, China

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Texts of timeless beauty. Or at least some historical interest.